CleanTechCampus Garching

Entwicklung ganzheitlich optimierter, nachhaltiger und übertragbarer Energiekonzepte am Beispiel des Campus Garching der TUM

Motivation

Bereits heute zählt der Campus Garching der TU München mit mehr als 15.000 Studenten und 3.500 Mitarbeitern zu den größten Universitäts-standorten in Deutschland. Hält das rasante Wachstum der letzten Jahre an, wird in naher Zukunft eine Neuausrichtung der Energieversorgung erforderlich sein.

Ziele

Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts CleanTechCampus ein innovatives Energiekonzept entwickelt werden, welches die Integration der bestehenden sowie neu hinzukommenden Gebäudestruktur in eine hocheffiziente Versorgungs- und zunehmend regenerative Erzeugungsstruktur realisiert. Hierfür wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, indem die Strom-, Wärme- und Kälteversorgung nicht wie üblich einzeln, sondern gekoppelt betrachtet werden. Die dazu notwendigen Methoden und Werkzeuge werden interdisziplinär entwickelt und können später bei der Optimierung anderer komplexer Mischgebiete des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen eingesetzt werden.

Die übergeordneten Ziele des Projekts sind:

  • Weiterentwicklung der spartenübergreifenden Tools URBS und RIVUS zur ganzheitlichen Optimierung gekoppelter Strom-, Wärme- und Kältesysteme unter Berücksichtigung der Verbraucher, Erzeuger sowie Speicher       
  • Bewertung des Einsatzes innovativer Technologien in einem stark gekoppelten Energiesystem, von denen in der nächsten Phase die interessantesten Lösungen in Pilotprojekten umgesetzt werden sollen
  • Entwurf eines robusten Energienetz- und Versorgungsausbauplans für den Campus Garching

 

Mit der Umsetzung des Energieversorgungsplans, insbesondere der Pilotanlagen, soll der Campus Garching langfristig als Living Lab für Forschungsaktivitäten im Bereich der Energietechnik etabliert werden. Hierfür wird eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie angestrebt. Durch diese Kooperationen lassen sich sowohl Herausforderungen als auch Potenziale bei der Integration der innovativen Technologien in das vorliegende Energiesystem effizienter identifizieren und die Pilottechnologien können schneller zur Marktreife gebracht werden.

 

Aufgabe des LES ist es, innovative Konzepte der Erzeugung sowie Speicherung von Strom und Wärme zunächst zu identifizieren, diese zu charakterisieren und abschließend durch die Anwendung von URBS hinsichtlich ökologischer sowie ökonomischer Aspekte zu bewerten. Der LES ist zudem verantwortlich für die Auslegung der aus diesem Projekt hervorgehenden Pilotanlagen und übernimmt innerhalb des Projekts die Koordination.

Projektpartner  

Lehrstuhl für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme              

Zentrum für nachhaltiges Bauen

Control of renewable energy systems

Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung