Drahtnetzreaktor

Drahtnetzreaktoren ermöglichen die Untersuchung der Flüchtigenfreisetzung und Vergasung von Festbrennstoffen unter vergleichbaren Bedingungen wie in industriellen Anlagen.

Eine sehr kleine Feststoffprobe liegt auf einem feinmaschigen Edelstahl-/Molybdännetz, welches durch elektrischen Strom direkt beheizt wird (Prinzip der Widerstandsheizung). Aufgrund der sehr geringen Massen und der hohen Wärmestromdichte sind Heizraten von mehr als 1000 K/s möglich. Der Reaktionsraum ist evakuierbar und kann bei Drücken von bis zu 5,0 MPa und variierender Gasatmosphäre betrieben werden. Es existiert ein Reaktor mit optischen Ports und ein Reaktor für hohe Temperaturen (bis zu 2000 K). Am Reaktor mit optischen Ports können verschiedene optische Messverfahren (z.b. FTIR zur Analyse der Gaszusammensetzung) eingesetzt werden. Mit den Reaktoren kann der Einfluss der Temperatur, des Drucks, der Heizrate und der Verweilzeit untersucht werden. Die Temperatur wird in der Nähe der Probe durch zwei Feindraht-Thermoelemente gemessen und aufgezeichnet.

Technische Daten:

Max. Heizrate: > 1000 K/s
Max. Temperatur: 2000 K
Max. Druck: 5,0 MPa

Ansprechpartner: Andreas Geißler