BioCORE

 

Biogas stellt eine verlässliche, und im Gegensatz zu Wind und Photovoltaik regelbare, Quelle erneuerbarer Energien dar. Das nachhaltig verfügbare Potential an Biogas in Deutschland ist jedoch beschränkt und wird dabei von den üblichen motorbasierten Blockheizkraftwerken nicht optimal ausgenutzt. Im Vorhaben BioCORE soll deshalb eine Technik mit bedeutend höherem elektrischen Wirkungsgrad im Rahmen einer Prototypanlage validiert werden, die auch eine vereinfachte Hochskalierung ermöglichen und eine Kommerzialisierung des Verfahrens vorantreiben soll.

Dabei kommen Festoxidbrennstoffzellen zum Einsatz, welche sich durch eine vergleichsweise hohe Effizienz auszeichnen. Durch ein neuartiges Systemdesign soll der Wirkungsgrad des Brennstoffzellensystems im Vergleich zum Stand der Technik nochmals deutlich gesteigert und zugleich ein reversibler Betrieb ermöglicht werden. Hierbei werden zeitweise anfallende Erzeugungsüberhänge aus Windkraftanlagen und Photovoltaik per Elektrolyse in synthetisches Methan überführt und in das Erdgasnetz eingespeist, wodurch das System neben der Biogasverstromung auch als Speicher für schlecht regelbare erneuerbare Energien fungiert. Nach Projektabschluss ist die Realisierung einer Pilotanlage im wirtschaftlich relevanten Leistungsbereich geplant.

Das Projekt BioCORE wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 03VP05470 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Ansprechpartner: Stephan Herrmann

Projektpartner: Professur für Regenerative Energiesysteme